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Warum ist Stress so in? [inklusive meiner 3 besten Tipps gegen Stress]

Entweder genießen wir unser Leben oder eben nicht. Was dazwischen steht, sind unsere Gedanken.

Wir sprechen viel über Stress. Jede von uns scheint von irgendwas gestresst zu sein.

Und ja, letzte Woche war ich in demselben Strudel.

Oft wird das Wort "Stress” meiner Meinung nach aber nur als Ausrede benutzt.  
Wie oft hören wir:  

  • "Hey sorry habe ich nicht geschafft, ich war so gestresst!"
  • Oder "Bei dem ganzen Stress-, wie soll das gehen?" 
  • …  

Stress ist meist nur ein Alibi

Ich persönlich halte Stress nur für eine Angstreaktion auf die Überschallgeschwindigkeit, mit der wir durch dieses Leben rauschen. Stress ist eine gesellschaftlich anerkannte Ausrede geworden. 
 
Doch wovor haben wir denn Angst? Warum müssen wir überhaupt Angst haben? Weil unser Leben so viele Probleme hat? Wer sagt das? Wer legt das denn fest? Die Medien? Die Gesellschaft? 
 
Überleg mal, wie kleine Babys so sind oder Kleinkinder. Sie spielen stundenlang im Sand und sind glücklich. Sie denken nicht darüber nach, was alles vor ihnen liegt. Sie ängstigen sich nicht vor der Zukunft, bis wir Erwachsenen sie damit konfrontieren oder ihnen unsere Ängste übertragen. Warum haben wir oft das Gefühl, unsere Zeit würde nicht reichen? Was packen wir uns denn alles so in den Tag? Arbeiten, Haushalt, Kinder, Eltern, Hobbys, Haustiere... 
 

Du musst einfach nur schneller arbeiten oder?! 

 
Michael Ende hat in "Momo” schon eine Lösung gefunden! Er ließ es die grauen Herren so erklären: 
 
"Aber mein bester! Sie werden doch wissen, wie man Zeit spart. Sie müssen einfach nur schneller arbeiten und alles Überflüssige weglassen. Statt einer halben Stunde widmen Sie ihren Kunden nur noch eine viertel Stunde. Sie vermeiden zeitraubende Unterhaltungen. Sie verkürzen die Zeit bei ihrer alten Mutter nur noch auf eine halbe Stunde. Schaffen sie ihren unnützen Wellensittich ab! Lassen sie die Viertelstunde Tagesrückschau ausfallen und vor allem, vertun Sie ihre kostbare Zeit nicht mit so Sachen wie Singen, Lesen oder gar ihren sogenannten Freunden.” 
 
Guckst du gerade verwundert? Ja, ich rede normalerweise anders. Doch kommt dir das nicht bekannt vor? Ist das nicht genau der Schnellzug, mit dem wir durch unser Leben rasen? Wir haben die innere Überzeugung, dass wir nur noch mit Volldampf durchs Leben rasen können. 
 
Wir arbeiten zwischen 8-16 Stunden am Tag. Wir opfern unser Privatleben für unseren vermeintlichen Erfolg. Damit enthalten wir uns unser Leben vor. Und ja, dadurch bekommen wir das Gefühl von Stress und Angst. Wenn ich mir anschaue, welches Pensum manche Menschen an den Tag legen, bekomme ich schon ein flaues Gefühl. 
Und dann ist die Verwunderung plötzlich groß, wenn unser Körper anfängt zu streiken.  
 
Und das alles nur, weil wir DENKEN, wir hätten Stress… 

Gib nicht dem Stress die Schuld! 

Ich will hier nicht durch Stress verursachtes Burnout oder Depressionen kleinreden. Nein, ich halte Stress auch für körperlich sehr gefährlich. Doch ich finde, wir missbrauchen die Ausrede Stress so oft um nicht die Verantwortung für unsere Gefühle übernehmen zu müssen.  Gefühle wie zum Beispiel Angst, Überforderung oder Überlastung. 
 
Wenn es uns aber gelingt, irgendjemanden oder irgendetwas da draußen die Schuld zu geben, können wir weiterhin das unschuldige Opferlamm spielen. Doch Opfer zu sein, fühlt sich nicht gut an. Und es ändert überhaupt nichts an der Situation. 

Prioritäten setzen, ist die halbe Miete! 

Häufig stressen wir uns deshalb, weil unsere Prioritäten nicht klar sind.  
Viele von uns glauben, dass Geld das Wichtigste im Leben sei. Doch dabei vergessen wir, wie kostbar und wertvoll so unendlich viele andere Dinge in unserem Leben sind. Momente, unsere Lieben und Augenblicke, die wir nie zurückbekommen. 

Was wenn das Gedankenkarussell nicht zur Ruhe kommen will? 

Den Augenblick genießen, ich denke, das hast du schon sehr oft gehört. Ja, es nennt sich Achtsamkeit und ist eines der elementarsten Dinge, die ich in mein Leben integriert habe. Es klingt so einfach. Doch vielleicht so einfach, dass du denkst, das kann doch gar nicht funktionieren. Achtsamkeit bedeutet sehr vereinfacht gesagt: Nimm den Moment wahr, ohne zu bewerten oder verändern zu wollen. Einfach nur da sein.  
 
Doch wie soll das funktionieren? Wir sind mit unseren Gedanken meistens in der Vergangenheit oder schon in der Zukunft. Vielleicht kennst du das? In dem Gespräch mit deiner Freundin erzählst du ihr, dass du dich gestern mit deinem Mann gezofft hast. Und schwuppdiwupp bist du gedanklich wieder im Gestern. 
 
Oder du sitzt mit deinen Kindern am Tisch und überlegst schon, was du morgen denn wohl kochen sollst, was du dafür noch einkaufen musst und so weiter... Das sind im Alltag leider völlig zur Normalität gewordene Gedanken. Du bist mit den Gedanken nie in der Gegenwart, sondern grübelst über die Vergangenheit nach oder bist schon in der Zukunft. Purer Stress für den Geist! 

Also was kannst du tun, um dieser Stressfalle zu entgehen? 

Meine drei besten Tipps gegen Stress 

1. Bleibe achtsam!  

Stell dir in deinem Handy einen Reminder ein, der dich regelmäßig daran erinnert, kurz inne zu halten und dich und deinen Körper wahrzunehmen. Einfach nur wahrnehmen und nicht verändern. Einmal pro Stunde ist zum Beispiel ein guter Abstand. Probier aus, was für dich passt! 

2. Bring dich in ein positives Gefühl! 

Durch unsere Gefühle können wir unsere Gedanken verändern. Wenn du also merkst, du bist voll im Stressmodus, dann tu etwas, was dich glücklich macht: 

  • Streichel dein Haustier, 
  • Kuschel mit deinen Kindern,  
  • Küsse deinen Mann (und zwar richtig, so als wäre es der erste Kuss!)
  • Mach dir Laut Musik an und tanze durch das Haus! 

Du wirst merken, du bist sofort in einem positiven Gefühl und dadurch in einem entspannterem Mindset. 

3. Mach dir Luft! 

Wenn du völlig unter Strom stehst und dir einfach nicht nach tanzen oder knuddeln ist, sondern du wütend und richtig sauer bist, dann schnapp dir dein Kopfkissen oder wie ich den Boxsack meiner Tochter und HAU DRAUF! Lass den ganzen Kram, der dich belastet und fertig macht, mal richtig raus! 
 
Das ist eine wahnsinnig tolle Übung, die ich auch regelmäßig mit meinen Klienten in der Praxis mache. Die Energie, die durch Wut und Frust entsteht, ist mega kraftvoll. Du wirst merken, wenn du dieser Energie einen Raum gibst, wird es sich richtig befreiend anfühlen!  

Ich hoffe, diese kleinen Alltagstipps helfen dir, wieder in deine Kraft zu kommen. In meinem  ---> Podcast findest du in der Folge über Stress <---  auch eine angeleitete Mentalübung. Viel Spaß damit! 
 
Herzlich, deine Ellen 

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